10 Gründe für Ihren eigenen Corporate-Podcast

Podcasts boomen und auch Unternehmen können von diesem Trend profitieren. Warum und wie kleine und mittelständische Unternehmen Corporate Podcasts für sich nutzen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Corporate Podcasts.
Corporate Podcasts.

Was sind Podcasts?

Ein Podcast ist ein meist gesprochenes Audioformat, das anders als eine Radiosendung jederzeit, also on demand, über das Internet abrufbar ist. Im Gegensatz zu Broadcasting Shows werden sie oft nicht von Sprecherprofis, sondern von Laien produziert, die Fachleute auf einem bestimmten Gebiet sind oder sich einfach für ein Thema interessieren. Podcasts werden über diverse Dienste gehört, abonniert und auch downgeloaded, so etwa Apple Podcast, Spotify, Deezer, Podimo, Google Podcast und viele weitere Apps und Plattformen besonders für iOS– und Android-Smartphones. Podcast eignen sich dadurch auch fürs Marketing von Unternehmen.

Podcasts beschäftigen sich inhaltlich mit unzählbar unterschiedlichen Themenfeldern, es gibt so genannte »Laberpodcasts« wie »Fest und Flauschig« von Jan Böhmermann und Oli Schulz, politisch-analytisch-kommentatorische Formate wie »Lage der Nation«, Themenpodcasts wie die beliebte Sendung »ZEIT Verbrechen« und viele weitere hörbare Inhalte – kurzum: die Genres sind so vielfältig wie die Ideen der rasant wachsenden Podcaster-Community.

Und weil Podcasts immer beliebter werden, haben sich neben den bislang zumeist frei verfügbaren Produktionen inzwischen auch solche herausgebildet, die Streaming-Anbieter wie die Amazon-Tochter Audible als so genannte Originals ihren zahlenden Kunden offerieren.

Podcasts: Aktuell ein riesiges Wachstum

Das Wachstum in der Podcast-Landschaft ist riesig: Allein Spotify verzeichnete 2018 eine Steigerung der Podcast-Nutzung von 175 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zufolge werden die Werbepreise bei Reklame in Podcasts aufgrund des rasanten Beliebheitszuwachses dieser Formate um 28,5 Prozent pro Jahr steigen.

Die Gründe für die extrem kletternde Nachfrage sind einerseits schlicht technischer Natur: Das Smartphone ist inzwischen nicht nur überall dabei, sondern die Nutzer profitieren auch von einfacher Konnektivität der Geräte etwa mit Smart Speakern, Bluetooth-Kopfhörern oder Car-Entertainment-Systemen. Hohe Bandbreiten im LTE-Netz und gesunkene Streaminggebühren bei den Netzanbietern (obwohl in Deutschland im europäischen und internationalen Vergleich noch recht hoch) machen die Nutzung der On-Demand-Angebote noch attraktiver.

Aber auch nicht-technische Entwicklungen tragen zum Aufstieg der Podcasts unter anderem für das Content Marketing von Unternehmen bei: Waren sie vor wenigen Jahren noch ein Nerd-Medium in der Nische, sind die abonnierbaren Sendungen inzwischen auf etlichen Plattformen ganz einfach per One-Klick verfügbar, werden offensiv beworben und ihre inhaltliche Vielfalt bietet inzwischen schlichtweg für jeden etwas, sei das Interesse noch so seltsam.

Durch all die technischen und inhaltlichen Entwicklungen konnte der Podcast als reines Hörformat in die wenigen Lebensbereiche der Menschen vordringen, in denen überhaupt noch Platz war für Content-Konsum: in das Nebenbei. Sei es beim Autofahren, bei der Hausarbeit, am Schreibtisch oder beim Einschlafen – überall dort, wo man Medienangebote nicht anschauen, sich aber entspannt berieseln lassen oder aktiv zuhören kann, ist der Podcast das ideale Format. Auch deshalb sind Podcasts sehr gut geeignet fürs Content Marketing von Unternehmen.

Corporate Audio: Nutzen Sie Podcasts im Marketing Ihres Unternehmens

Zehn Gründe für Corporate-Podcasts

  1. Informieren Sie Ihre Kunden über Neuigkeiten
    Klar, es gibt die klassische Werbung auf Plakaten, in Anzeigenblättern, in der Zeitung und im Lokalradio. Darauf sollten die meisten Unternehmen auch künftig nicht verzichten. Aber denken Sie daran, dass auch Ihre Wettbewerber in diesen Medien unterwegs sind und Sie sich die Aufmerksamkeit des Publikums daher teilen müssen. Bei Ihrem eigenen Podcast sind die Hörer ganz bei Ihnen allein – und Sie haben vor allem Zeit, ausführlich zu erzählen. Weil Podcast-Hörer längere Sendungen nicht nur gewohnt sind, sondern auch bevorzugen, können Sie von Ihrem Angebot in aller Ausführlichkeit berichten. Achten Sie aber auf jeden Fall darauf, dass die Information spannend und für das Publikum wirklich relevant ist.

  2. Steigern Sie Ihre Sympathiewerte beim Publikum

    Durch Ihre eigene Stimme oder die Ihrer Kollegen, durch Echtheit und eine authentische Sprache werden Sie für Ihr Publikum nahbar und vertrauenswürdig. Merken Ihre Hörer, dass Sie genauso ticken wie sie selbst, dass Sie dieselbe Sprache sprechen und ganz für sie da sind, kann das Ihre Beliebtheitswerte bei Ihrer Zielgruppe extrem steigern. Immerhin sind Sie die Stimme, die Ihre Hörer in Ihre Wohnung oder ihr Auto lassen – nutzen Sie diesen Vertrauensvorschuss.

  3. Werbefaktor: Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung

    Ein Podcast lebt von Regelmäßigkeit. Klar, das bringt für Sie eine gewisse Verpflichtung mit, regelmäßig abzuliefern. Aber seien wir ehrlich, spätestens nach dem dritten oder vierten Podcast hat sich die Routine entwickelt. Vor allem bringt das Ihr Unternehmen nach vorn, denn das Wichtigste an Werbung jeder Art ist die Wiederholung. Nur, wenn Sie bei Ihren Kunden regelmäßig eine Rolle spielen, sind Sie bei ihnen auch fest im Kopf verankert. Ein Podcast ist das ideale Format dafür, denn er ist auf Serie angelegt. Sie können beispielsweise auch thematische Staffeln mit jeweils einigen Episoden erstellen.

  4. Betten Sie Ihre Botschaft in Storytelling ein

    Podcast-Experten werden bei Punkt 3 kurz gezuckt haben: Ein Podcast für Werbebotschaften? Natürlich! Allerdings nicht so platt wie auf einem billigen Angebotsflyer. Es geht viel mehr ums Image, um den Markenkern, der bei jeder Episode des Podcasts mitschwingt. Mit Ihrem Podcast positionieren Sie sich und Ihr Unternehmen als Experte auf einem Gebiet, erlangen Vertrauens- und Glaubwürdigkeit und arbeiten beharrlich daran, für Ihr Publikum die Instanz rund um Ihr Kernthema zu werden. Stichwort »Storytelling«: Erzählen Sie Geschichten aus Ihrem Unternehmensalltag und wie sich Probleme Ihrer Kunden lösen lassen, schaffen Sie einen Wert, Unterhaltung, Verbundenheit, Service … – kurz: Machen Sie den Zuhörer zum Zentrum Ihres eigenen Themas. Wenn Sie das einige Male getan haben, wird es Ihnen einfach und mit Freude von der Hand gehen. Denn der Podcast ist auch das ideale Format, um eine spannende Storytelling-Dramaturgie zu bedienen, schließlich ist die gesprochene Erzählung für den Menschen seit jeher das natürlichste Informationsformat.

  5. Werden Sie für Ihre Mitarbeiter erlebbar
    Podcasts sind aber nicht nur gut geeignet für das externe Content Marketing von Unternehmen. Sie sind also nicht nur in der externen Kommunikation, sondern auch intern ist der Podcast ein wunderbares Medium. Denn wann haben Sie sonst einmal Zeit, Ihre Mitarbeiter an Ihrer Vision teilhaben zu lassen und Ihre Ideen zu erklären? Gehen Sie doch mit einigen Ihrer richtungsweisenden Vorhaben nach außen und werden Sie damit nicht nur für Ihren Kunden sympathisch transparent, sondern auch für Ihre Mitarbeiter nachvollziehbar. Machen Sie sie damit zu Mitstreitern – denn nur wer verstanden hat, wofür er sich engangiert, wird sich auch engagieren.

  6. Machen Sie Ihre Mitarbeiter zu authentischen Markenbotschaftern

    Es geht allerdings nicht nur darum, die Mitarbeiter mitzunehmen. Beteiligen Sie sie stattdessen aktiv an Ihrem Podcast. Sprechen Sie mit ihnen am Mikrofon über ihre Spezialkenntnisse. Dadurch fühlen sich die Mitarbeiter nicht nur von ihrem Chef als Experte wertgeschätzt, was die Unternehmenskultur positiv verändern kann. Vielmehr strahlen Sie auch nach außen als Unternehmen eine auf Fachleute beruhende breite Kompetenz aus. Außerdem wird Ihr Podcast durch die Beteiligung weiterer Sprecher noch lebendiger, spannender und sympathischer.

  7. Fokussieren Sie sich auf Ihre Kernthemen

    Die Entwicklung von Podcastformaten und -sendungen wird Ihnen dabei helfen, sich auf Ihre unternehmerischen Kernthemen zu fokussieren. Denn Sie müssen sich Gedanken dazu machen, wofür Ihr Unternehmen steht, was Sie leisten können und vor allem, wer Ihre Zielgruppe ist und was diese tatsächlich interessiert. Aus der Erfahrung heraus wissen wir, dass an dieser Stelle der Format- und Contentplanung gerade bei vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen ein unschätzbar wertvoller Prozess beginnt, der das Unternehmen nicht nur im Marketing, sondern auch bei seiner insgesamten strategischen Ausrichtung enorm nach vorn bringt. Denn seien wir ehrlich: Viele Unternehmer können den Kern ihrer Marke nicht in einem Satz beschreiben und auch ihre Zielgruppe nicht klar benennen. Die Contentplanung kann hier die Augen öffnen.

  8. Erhalten Sie wertvolles Feedback

    Kunden sind heutzutage keine anspruchslosen Konsumenten mehr, sondern wollen als Partner auf Augenhöhe verstanden werden. Die Möglichkeit, Feedback zu geben, ist ihnen ebenso wichtig wie das Gefühl, dass ihre Probleme und Anregungen von Unternehmen ernstgenommen werden. Im Podcast haben Sie die Möglichkeit, Ihr Publikum und dessen Storys mit einzubinden, über echte Kommunikation Involvement zu schaffen und sogar interaktiv und bis in soziale Netzwerke hinein eine Community aufzubauen. Auch das zahlt wiederum auf Ihre Sympathiewerte ein.

  9. Erreichen Sie Ihr Publikum intensiv

    Kein anderes Medium ist so intensiv wie Audioformate. Das liegt daran, dass der Hörsinn stark in unserem Gehirn wirkt und dort besonders stark wahrgenommen wird. Gesprochene Worte dringen ungefiltert ins Gehirn und bleiben dort haften. Hinzu kommt, dass der Mensch in entspannten Situationen sehr gut zuhören kann. Selbst unterbewusst lässt er sich noch enorm auf das ein, was er zu hören bekommt.

  10. Nutzen Sie die einfachen Möglichkeiten

    Podcasts sind auch deshalb ein wunderbares Werkzeug im Content marketing von Unternehmen, weil sie heutzutage relativ einfach herzustellen sind – theoretisch reicht dafür ein Smartphone. Das macht sie zu einem wunderbaren Markenmedium für kleine und mittelständische Unternehmen und sogar für Familienbetriebe und Einzelkämpfer. Weil gute Audioqualität aber extrem wichtig ist, sollten Sie einige Hundert Euro in ein vernünftiges Audio-Set-up investieren oder eine Komplettlösung eines Content-Production-Anbieters nutzen. So oder so: Eine Podcast-Episode wird Sie pro Woche nur wenige Stunden kosten. Über spezialisierte Hoster erreichen Sie anschließend alle gängigen Podcast-Apps und können Ihr Publikum schnell stark erweitern.
Bild mit freundlicher Genehmigung von Monkey Business Images/shutterstock.com
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